14.03.2019:

Wasserdialog des WVER zu den Talsperren der Nordeifel am internationalen Tag des Wassers


Im Gegensatz zu anderen Regionen Deutschlands führte die langanhaltende Trockenheit des Jahres 2018 im Einzugsgebiet des Wasserverbands Eifel-Rur nicht zu Engpässen bei Wasserversorgern, die Trinkwasser aus Talsperren-Rohwasser herstellen. Ebensowenig kam es zu Versorgungsengpässen bei den Industriebetrieben im Dürener Raum, die auf eine funktionierende Betriebswasserversorgung aus den Fließgewässern im Einzugsgebiet der Rur angewiesen sind. Dazu hat maßgeblich das vom Wasserverband Eifel-Rur betriebene Talsperrensystem mit seiner Speicherbewirtschaftung und Vernetzung auch mit anderen Talsperren in der Eifel beigetragen. Damit ist das Talsperrensystem des WVER ein wichtiger Eckpfeiler der Versorgungssicherheit für die Bevölkerung sowie für Industrie und Gewerbe. Und doch stellt sich angesichts der andauernden Hitzeperiode des letzten Jahres die Frage, ob das Talsperrensystem seine vielfältigen Versorgungs-, aber auch Hochwasserschutzaufgaben bei den sich nun auch spürbar verändernden klimatischen Verhältnissen aufrechterhalten kann.
Zu diesem spannenden Thema lädt der Wasserverband Eifel-Rur interessierte Bürgerinnen und Bürger am 22. März 2019, dem internationalen Tag des Wassers, erstmals zu einer neuen Veranstaltungsreihe, dem so genannten „Wasserdialog“, ein. Die erste Veranstaltung des Wasserdialogs steht unter der Überschrift „Die Talsper-ren der Nordeifel und ihre Bewirtschaftung im Zeichen des Klimawandels.“ Hierbei werden Experten des Verbands in zwei Referaten die Generationen übergreifenden Aufgaben der Talsperren sowie ihre Anpassungsfähigkeit an die Auswirkungen des Klimawandels erläutern. Anschließend besteht ausreichend Raum für Fragen und eine Diskussion.
Der Wasserdialog am 22. März wird in der Zeit von 18 – 20 Uhr im Verwaltungsgebäude des Wasserverbands in der Eisenbahnstraße 5 in 52353 Düren stattfinden. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet der WVER um Anmeldung unter Oeffentlichkeitsarbeit@wver.de oder telefonisch unter 02421 4941541. Parkplätze stehen am Haus in ausreichender Zahl zur Verfügung. Weitere Infos finden sich unter www.wver.de.
Hintergrund:
Der Wasserverband Eifel-Rur reinigt im deutschen Einzugsgebiet der Rur von der Nordeifel bis ins Heinsberger Land und von Aachen bis Düren das anfallende häusliche sowie industrielles Abwasser in 44 Kläranlagen. Im Zusammenhang mit der Abwasserreinigung betreut er zudem ca. 800 Sonderbauwerke wie z. B. Regenrückhaltebecken und Pumpstationen. Ebenso unterhält er 1.900 Kilometer Gewässerstrecken und erfüllt Aufgaben des Hochwasserschutzes an Fließgewässern. Außerdem betreibt er in der Nordeifel sechs Talsperren und stützt mit seinen Wasservorräten die Trinkwasseraufbereitung in der Region und stellt die Brauchwasserversorgung von Wasser nutzenden Industrie- und Gewerbebetrieben sicher. Der Verband hat seinen Sitz in Düren und ist Arbeitgeber für ca. 600 Beschäftigte. Das Verbandsgebiet umfasst eine Fläche von 2.087 km², darin leben ca. 1,1 Mio. Menschen.

Ankündigungsplakat

20190314 PM Wasserdialog des WVER

Foto:
Die Rurtalsperre Schwammenauel ist das Herzstück des Talsperrensystems in der Nordeifel