02.02.2018:

Wasserverband Eifel-Rur baut neue Ausbildungswerkstatt auf der Kläranlage Aachen-Soers

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) wird auf der Kläranlage Aachen-Soers eine zentrale, verbandseigene Ausbildungswerkstatt errichten. „Damit erhöht er seine Leistungsfähigkeit als attraktives Ausbildungsunternehmen in der Region“, sagt Verbandsvorstand Dr. Joachim Reichert.
Bereits im Jahre 2011 hatte der Verband seine Ausbildung in den Berufsbildern Fachkraft für Abwassertechnik, Elektroniker(in) für Betriebstechnik und Mechatroniker(in) auf der Kläranlage Aachen-Soers an der Krefelder Straße zentralisiert. Ebenso wurden zwei Ausbilder in Vollzeit mit der Betreuung der Auszubildenden betraut. Während zuvor auf verschiedenen Anlagen ausgebildet wurde, konnte damit eine gleichmäßige Vermittlung von theoretischen und praktischen Grundlagen auf hohem Niveau erzielt werden. Die Ausbildungsstätte bestand jedoch bisher aus provisorischen Containerelementen. Da inzwischen die Zahl der Auszubildenden in den genannten Berufen angestiegen ist, ist

die Auslegungsgröße der provisorischen Werkstatt nun an ihre Grenzen gestoßen. „Mit der erhöhten Zahl an Auszubildenden reagiert der Verband auch auf einen steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften“, so Dr. Joachim Reichert. In den nächsten Jahren werde nämlich ungefähr ein Viertel der Belegschaft den WVER altersbedingt verlassen.
Im Jahr 2015 fiel der Startschuss für die Planung und Genehmigung zur Errichtung einer verbandseigenen Ausbildungswerkstatt in einem modern ausgestatteten, festen Gebäude, das am bewährten Standort der Kläranlage Soers das bestehende Provisorium ablösen wird. Das Raumkonzept des zweistöckigen Neubaus umfasst eine Elektronik- und eine Mechanik-Werkstatt sowie Schulungsmöglichkeiten zur theoretischen Wissensvermittlung. Ebenso sind Sozial- und Sanitärräume vorgesehen. Die Bauarbeiten werden Mitte Februar beginnen und voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Gesamtinvestitionskosten sind mit 2,4 Millionen Euro veranschlagt.

Der Wasserverband Eifel-Rur, der vor 25 Jahren seine Arbeit aufnahm, reinigt im deutschen Einzugsgebiet der Rur von der Nordeifel bis ins Heinsberger Land und von Aachen bis Düren das anfallende häusliche sowie industrielle Abwasser in 44 Kläranlagen. Im Zusammenhang mit der Abwasserreinigung betreut er zudem ca. 800 Sonderbauwerke wie Regenrückhaltebecken und Pumpstationen. Ebenso unterhält er 1.900 Kilometer Gewässerstrecken und erfüllt Aufgaben des Hochwasserschutzes an Fließgewässern. Außerdem betreibt er in der Nordeifel sechs Talsperren und stützt mit seinen Wasservorräten die Trinkwasseraufbereitung in der Region und stellt die Brauchwasserversorgung von Wasser nutzenden Industrie- und Gewerbebetrieben sicher. Der Verband hat seinen Sitz in Düren und ca. 600 Beschäftigte. Das Verbandsgebiet umfasst eine Fläche von 2.087 km², darin leben ca. 1,1 Mio. Menschen.