06.04.2018:

Staukanal sorgt für Entlastung von Echtz

Der Wasserverband Eifel Rur betreibt ab der Ortslage Schlich einen Sam-melkanal, der das Schmutzwasser aus Schlich selbst, Geich, Echtz und Hoven in Richtung der Kläranlage Düren leitet. Dieser Kanal weist jedoch eine zu geringe hydraulische Leistungsfähigkeit auf, was zusätzlichen Stauraum notwendig macht. In der Vergangenheit kam es nämlich innerhalb der Ortslage Echtz zu einem Rückstau in der Kanalisation, der teilweise auch zu Überläufen an den Schachtdeckeln führte. Dies wurde durch Anwohner bereits mehrfach nach Starkregenereignissen angezeigt.

Um die Situation zu entschärfen, soll nun zusätzlicher Stauraum im Kanal geschaffen werden. Hierzu werden östlich der Ortslage von Echtz zwei parallel laufende Staukanäle mit einem Durchmesser von jeweils DN 1100 mm erstellt, von denen einer als Durchlaufkanal, der andere als so genannter „Staukanal im Nebenschluss“ ausgeführt wird. Die beiden Staukanäle werden unmittelbar östlich des Schlichbaches erstellt und verlaufen im Bereich der Landstraße L13 von Echtz nach Hoven auf einer Länge von jeweils rund 250 m. Ungefähr auf der Hälfte der Distanz zwischen dem Schlichbach und dem Konzendorfer Bach werden die beiden Staukanäle wieder zusammengeführt und an den Bestandskanal angebunden. Insgesamt lässt sich somit ein Volumen von rund 400 m³ aktivieren, das dazu beiträgt, anfallendes Mischwasser bei niederschlagsbedingten Spitzenabflüssen zwischen zu speichern.

Durch den Einbau einer Drossel am Ende der beiden Staukanäle kann zusätzlich der Abfluss in Richtung Hoven bei Starkregen reduziert und die hydraulische Belastung im weiteren Kanalnetz gesenkt werden. Der bereits vorhandene Transportkanal wird im Bereich des späteren Staukanals erhalten und kann als Notumlaufleitung bei Stör- bzw. Wartungsfällen genutzt werden. Um den Rückstau im innörtlichen Bereich von Echtz noch weiter zu reduzieren, wird zusätzlich zu den vorgenannten Stauraumkanälen der vorhandene Kanal (DN 300 mm) zwischen der St.-Michael-Straße und dem Ortsausgang auf einen Durchmesser von 400 mm vergrößert. Außerdem werden im Rahmen der innerörtlichen Kanalbauarbeiten verschiedene Hausanschlussleitungen saniert, sofern diese entsprechende Schäden aufweisen.

Die erforderlichen Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Stadtentwässerung Düren ausgeführt. Der Baubeginn ist für Mitte April angesetzt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum November 2018 abgeschlossen sein. Für die Bauzeit des Staukanals muss für die L 13 eine Vollsperrung eingerichtet werden. Der Verkehr wird so lange über Mariaweiler geführt. Die Kosten für das gesamte Projekt liegen bei rund 1,3 Mio. €.